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Heizen wird 3x so teuer – Planungssicherheit wird unbezahlbar

Auch, wenn einige Stadtwerke derzeit den Gaspreis wieder etwas senken und der Beginn von ETS II um ein Jahr verschoben wurde: Perspektivisch wird Heizen in Deutschland stetig teurer. Laut der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online sind alle Energieformen betroffen – egal ob Öl, Gas, Fernwärme oder Holzpellets. (Stand November 2025).
Besonders stark steigen die Kosten für fossile Brennstoffe: In zwanzig Jahren, so die Prognose, werden Heizkosten mit Gas und Öl etwa dreimal so hoch sein wie heute.

 

Ursache ist nicht allein die Inflation, sondern vor allem der weiter steigende CO₂-Preis und höhere Gasnetzgebühren infolge sinkender Kundenzahlen.
Das Statistische Bundesamt bestätigt diesen Trend mit klaren Zahlen: Zwischen 2019 und 2025 hat sich der Preis für Erdgas von 6 auf 12 Cent/kWh verdoppelt, Heizöl verteuerte sich um 42 Prozent auf 92 Cent pro Liter, Strom stieg von 29 auf 38 Cent/kWh – ein Plus von 31 Prozent.
Trotz leicht sinkender Strompreise bleibt das Niveau auch bei Strom hoch – 38 Cent je kWh im ersten Halbjahr 2025.

Faktor Strompreise: Wärmepumpe und regenerative Energien lohnen sich

Während fossile Energien also teurer werden, zeigt sich ein klarer Gegentrend:
Wärmepumpen entwickeln sich zum kostendämpfenden Faktor.

Dank günstigerer Strombeschaffung, steigender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und gezielter politischer Rahmenbedingungen behalten sie langfristig die besten Betriebskosten. „Hier wirken bessere politische Rahmenbedingungen und eine steigende Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien kostendämpfend", heißt es in der co2online-Prognose.

Kommunen, die bereits Wärmenetze auf Basis von Großwärmepumpen planen oder Geothermie in ihre Versorgungskonzepte integrieren, schaffen sich heute den entscheidenden Vorsprung – technisch wie wirtschaftlich. Auch kleinere Kommunen, die jetzt ihr Wärmenetz auf erneuerbare Quellen ausrichten, schaffen finanzielle Berechenbarkeit und entlasten langfristig ihre Haushalte.

 

Industriestrom kommt für energiefressende Branchen

Die Industrie spürt ebenfalls den Preisdruck, wenn auch unter anderen Vorzeichen. Zwar sind die Industriestrompreise im Jahr 2025 laut Institut der deutschen Wirtschaft im Vergleich zu 2024 gesunken – um ca. 7 Cent/kWh – doch Entlastungen greifen nur teilweise. Der staatlich subventionierte Industriestrompreis soll nun ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten. Ziel ist es, energieintensive Unternehmen im internationalen Wettbewerb zu entlasten und industrielle Wertschöpfung in Europa zu sichern - vor allem für energieintensive Branchen. Für die große Mehrheit der Betriebe bleibt allerdings Effizienz der einzig verlässliche Hebel, um sich gegen Marktvolatilität und regulatorische Unsicherheit zu wappnen.

Planung wird zum Schlüsselfaktor wirtschaftlicher Stabilität

Hier kommt die emotionale Dimension der Energiewende ins Spiel:
Planungsunsicherheit ist ein großes Problem – eine psychologische und finanzielle Herausforderung, keine technische. Wer plant, gewinnt dagegen Sicherheit. Industrieunternehmen, die Prozess- und Abwärme als Ressource begreifen, erlangen Unabhängigkeit und technologische Souveränität.

Handeln Sie jetzt – als Kommune und als Industrie-Unternehmen

Die beste Zeit, die Weichen auf regenerative Quellen zu stellen, war gestern – die zweitbeste ist jetzt.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Struktur in die Energiezukunft zu bringen. Eine vorausschauende Planung mit realistischen Kostenannahmen und regional angepassten Technologien schafft langfristige Stabilität – und gibt Ihnen die nötige Planungssicherheit in einem volatilen Markt.
Die goodmen energy GmbH begleitet Kommunen und Industriepartner bei der Entwicklung solcher nachhaltigen Wärmekonzepte – von der Potenzialanalyse über Fördermittelberatung bis zur Systemplanung. Denn wer heute effizient plant, wird morgen nicht nur günstiger, sondern auch souveräner und autarker heizen.

Für Kommunen heißt das konkret: Die Pflicht zur kommunalen Wärmeplanung nach dem Wärmeplanungsgesetz nimmt Fahrt auf – viele Kommunen haben bereits Kommunale Wärmepläne erstellt. Jetzt muss es an die Umsetzung gehen! Diejenigen, die frühzeitig ihre Wärmenetz-Strategie mit regenerativen Quellen (z. B. Abwasserwärme, Geothermie, Grundwasser) sowie Großwärmepumpen angehen, gewinnen deutlich an Handlungsspielraum.

Für die Industrie wiederum heißt das: Die bisher oft unterschätzte Abwärme- und Prozesswärme wird zum Wettbewerbsvorteil. Wer sie integriert in eine Nah- oder Fernwärmeversorgung mit erneuerbaren Technologien, sichert sich Preisstabilität und Technologiehoheit. Großwärmepumpen liefern Wärme auf hohem Temperaturniveau und Kälte für viele Anwendungsszenarien – gespeist aus regenerativen Quellen.

Was können wir für Sie tun?

Für Kommunen: Wir erstellen für Sie eine Wärmenetzplanung sowie belastbare Technik- und Kostenanalysen, identifizieren Quellen- und Energieeinspar-Potenziale, analysieren Verbräuche und Verbraucher und beraten zum Thema Förderung. Wir bringen Maßnahmen aus Ihrem kommunalen Wärmeplan in die Umsetzung durch alle Leistungsphasen. Wir stehen im Gemeinderat Rede und Antwort.

Für Industrie: Wir erfassen ihre Prozess- und Abwärmeströme, prüfen für Sie mögliche Kombinationen mit regenerativer Wärmetechnologie an Ihrem Standort und erarbeiten unterschiedliche Szenarien hinsichtlich Versorgung, Effizienz und Wirtschaftlichkeit sowie ein mehrstufiges Vorgehen Richtung CO2-Neutralität, um Preis- und Versorgungsrisiken auszuschalten.

Planungssicherheit entsteht nicht von selbst: Sie entsteht durch strukturierte Analyse, technisches Know-how und mutige Umsetzung. goodmen energy GmbH begleitet Sie von der ersten Analyse bis zur Umsetzung – effizient, praxisnah und zukunftsorientiert.