Zum Hauptinhalt springen

Machbarkeitsstudie "Tauris-Bad" Weißenthurm

Das Null-Emissions-Quartier

Das Tauris-Freizeitbad und umliegende Bestandsgebäude werden aufgrund veralteter Heiztechnik und dadurch bedingter teils hoher Temperaturanforderungen in einem hybriden Sanierungsfahrplan an das kalte Nahwärmenetz angeschlossen: Dezentrale Wärmepumpen heizen jahreszeitenabhängig bis zu einer Grenztemperatur, darüber hinaus sorgen bestehenden Erdgas-Kesselanlagen und ein BHKW für das Erreichen notwendiger Vorlauftemperaturen. Das kalte Netz wird gespeist durch eine reaktivierte Brunnenanlage mit einem Fördervolumen von bis zu 130 m3/h. Zusätzlich unterstützen dezentrale PVT-Kollektoren das Wärmenetz mit Niedertemperatur. Für Spitzenlastzeiten in der Heizperiode sind Puffertechnologien möglich. Diese sind: Eisspeicher, Erdwärmesonden oder Luftwärmetauscher.

Mit der geplanten energetischen Sanierung der Liegenschaftsgebäude steigen die Wärmepumpenanteile und damit der erneuerbare Anteil im Quartier zusätzlich.

Durch die gemeinsame Nutzung vorhandener Energiequellen, wie einem BHKW sowie der Nutzung von erneuerbaren Potenzialen auf dem Gelände (Erdwärmeanlage, Bestandsbrunnen, solaren Nutzflächen), verspricht man sich eine verbesserte Gesamtökonomie bei gleichzeitiger Minimierung des CO2-Fußabdrucks.

Unsere Leistungen

Energetische Beratung

Bedarfsanalyse & Energiekonzept

Machbarkeitsstudie

Details

Als Anergiequelle für die Wärmepumpen soll prioritär die stillgelegte Brunnenanlage reaktiviert werden. Weitere geothermische Potenziale können flexibel über das Wärmenetz eingebunden werden. Solare Dach- und Freiflächenpotenziale werden erschlossen, um einerseits direkte Nutzenergie bereitzustellen (Solarthermie, Photovoltaik) oder anergieseitig als Quelle für die Wärmepumpen zu dienen (z.B. PVT-Kollektoren).

Wärmebedarfe mit höheren Temperaturen werden vorerst durch effiziente fossile Kraft-Wärme-Kopplung (BHKW) gedeckt und langfristig durch rein erneuerbare Hochtemperatur-Wärmequellen, wie z.B. grünem Wasserstoff, ersetzt.

Der Strombedarf des Quartiers soll zu einem hohen Grad durch lokal erzeugtem Photovoltaik- und BHKW-Strom gedeckt werden, sofern eine zeitliche Gleichzeitigkeit besteht. Stromspeicher sind möglich, kurzfristig jedoch nicht zwingend notwendig.

Verwirklichung des Wärmenetzes im Bestandsquartier

Schematische Darstellung des Null-Emissions-Konzept